Harley CVO™ Road Glide™ ST

Kategorie: Grand American Touring • Baujahr: 2026

Hersteller-Seite
Harley CVO™ Road Glide™ ST

© Bildrechte bei Harley Motorrad. Verwendung mit Quellenhinweis zu redaktionellen Zwecken.

Harley CVO™ Road Glide™ ST (2026): Bagger mit Track-Attitüde

Die CVO Road Glide ST zielt auf sportliche Tourer-Fans, die einen schweren Grand-American-Bagger mit echtem Punch, Bremse und Kurvenwillen wollen.

Wenn ich sie in einem Satz beschreiben müsste: Das ist eine Touren-Plattform, die sich wie ein Performance-Projekt anfühlt. Der Motor liefert diesen massiven Druck aus dem Drehzahlkeller, aber oben raus hängt er williger am Gas, als man es bei so viel Hubraum und Gewicht erwartet. In Kurven überzeugt mich vor allem die Stabilität: einmal auf Linie, bleibt sie dort, und genau das macht schnelles Fahren mit so einem Bagger überhaupt erst entspannt. Beim Anbremsen merkt man, dass hier nicht nur Optik, sondern auch Hardware dahintersteht; du kannst den Bremspunkt später setzen und hast mehr Reserve, wenn der Radius doch enger wird. Für lange Etappen bleibt genug Touring-DNA übrig, aber die ST fühlt sich am wohlsten an, wenn du aktiv fährst und nicht nur „cruist“.

„It’s unreal how refined it feels for something this powerful.“

2026 CVO™ Road Glide® ST Motorcycle | Harley-Davidson USA · Quelle ansehen

Technische Daten

Leistung

128PS(94 kW)

Drehmoment

193Nm

Hubraum

1.977ccm

Gewicht

380kg

Max. Drehzahl

5.020rpm

Top Speed

201km/h

Tank

22,7l

Verbrauch

6l/100km

Reichweite

378km

Preis

50.150 €

Die Balken zeigen die Einordnung jedes Werts im Vergleich zu allen Modellen derselben Kategorie.

NBNL Expertenmeinung

Im Segment der Grand-American-Tourer ist die CVO Road Glide ST (2026) für mich die Harley für Leute, denen eine „normale“ Luxus-Touring zu geschniegelt ist: Sie will nicht nur Kilometer fressen, sondern Kurven attackieren. Auf der Landstraße fühlt sich der große Bagger erstaunlich „tight“ an, weil Motor, Ergonomie und Fahrwerk dich automatisch weiter nach vorn und in Richtung Vorderrad ziehen. Beim Rausbeschleunigen aus mittleren Radien kommt dieser brutale Schub so früh, dass ich meinen Kurvenausgang eher nach Grip als nach Mut sortiere; das Bike drückt dich aus der Kehre, als hätte es ein Gummiband am Horizont. In schnellen Wechselkurven bleibt sie natürlich ein Schwergewicht, aber die Linie lässt sich sauber halten, solange man den Lenkeinsatz klar setzt und nicht hektisch wird. Gegen eine Indian Challenger/Chieftain PowerPlus wirkt die Harley emotionaler und „mechanischer“, gegen europäische Sporttourer ist sie nicht leichter, aber sie trifft dieses seltene Performance-Bagger-Gefühl: spät bremsen, früh ans Gas, und dabei trotzdem noch Touren-Komfort im Rücken.

NBNL Fazit

Wer einen Grand-American-Tourer sucht, der sich nicht wie ein rollendes Sofa anfühlt, bekommt hier eine selten stimmige Mischung aus Punch, Bremsvertrauen und sportlicher Haltung. Die Masse bleibt spürbar, aber sie arbeitet nicht gegen dich, wenn du sauber fährst. Teuer ist sie, klar. Doch als Performance-Bagger ab Werk ist die Road Glide ST eine der konsequentesten Harleys im aktuellen Markt.

Meinungen im Netz

Im Netz wird die 2026er CVO Road Glide ST überwiegend als „Race-Bagger ab Werk“ eingeordnet: Harley betont den Milwaukee-Eight 121 High Output, die Track- und Track+-Modi sowie das konsequent sportliche Setup mit Brembo-Bremsen und einstellbarer SHOWA-Federung. In der Berichterstattung wird außerdem herausgestellt, dass die Road Glide ST im Vergleich zur neuen CVO Street Glide ST schwerer ist, dafür aber mit rahmenfester Sharknose-Verkleidung und höherer Vmax-Limitierung (für kurze Zeit) die „schnellere“ Schwester geben soll. Positiv fallen häufig die aggressivere Ergonomie mit höheren Risern, die Gewichtsreduktion über geschmiedete Carbon-Teile und die stärkere Beschleunigungs-Charakteristik durch die kürzere Übersetzung auf. Kritischer Tenor: Trotz Diät bleibt es ein sehr schweres Motorrad, und der Mehrpreis wird nicht jeder als rational begründbar sehen, weil vieles im Kern „Performance-Feeling“ und Exklusivität ist. Insgesamt: viel Lob für Motor-Charakter, Brems-/Fahrwerks-Hardware und die neue Track-Logik, bei gleichzeitigem Realismus, dass Physik und Masse immer mitfahren.

Quelle ansehen

Lade Videos…