Ducati 698 Mono
Kategorie: Supermoto • Baujahr: 2025
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Ducati 698 Mono (2025): Supermoto mit Desmo-Biss statt Einzylinder-Klischee
Die 698 Mono fährt sich wie ein präzises Asphalt-Werkzeug: leichtfüßig, bissig am Gas und mit Elektronik, die Supermoto-Spielräume sicherer macht.
Schon beim ersten Abbiegen fühlt sich das Paket ungewöhnlich kompakt und zielgenau an, als hätte Ducati die Supermoto-Idee einmal komplett auf Asphalt neu kalibriert. Der Einzylinder hängt direkt am Gas, wirkt obenrum richtig gierig und passt damit perfekt zu kurzen Sprints zwischen Kurven und Kreisverkehren. Fahrwerksseitig steht sie stabil auf der Bremse und bleibt beim schnellen Umlegen neutral, was Vertrauen schafft, wenn man die Linie spät setzt und den Kurvenausgang „aufzieht“. Die Elektronik ist nicht nur Marketing, sondern spürbar im Hintergrund präsent: Sie lässt Spielraum, fängt aber grobe Fehler ab, wenn man es übertreibt. Im Markt sitzt sie zwischen den klassischen 690/701-Supermotos und größeren Hypermotard-Konzepten: weniger Hubraum-Wucht als ein großer V2, dafür mehr Präzision, Drehfreude und Premium-Feeling als die etablierten Einzylinder-Konkurrenten.
„We don’t achieve young riders, but a different kind of riders … older sporty riders really love this bike.“
Motorcycle News: Ducati say no expansion plan for Hypermotard 698 Mono family · Quelle ansehen
Technische Daten
Leistung
Drehmoment
Hubraum
Gewicht
Max. Drehzahl
Top Speed
Tank
Verbrauch
Reichweite
Preis
Die Balken zeigen die Einordnung jedes Werts im Vergleich zu allen Modellen derselben Kategorie.
NBNL Expertenmeinung
Dieses Superquadro-Mono-Geknatter ist kein gemütliches „Thumper“-Wummern, sondern klingt und reagiert wie ein Rennmotor im Einzylinder-Kleid. Auf meiner Hausrunde fällt sofort auf, wie leicht sie in den Radius kippt und wie klar sie die Linie hält, wenn ich spät einlenke und am Kurvenausgang früh ans Gas gehe. Der Punch kommt knackig, aber nicht fett aus dem Keller; sie will Drehzahl und eine aktive rechte Hand, dann zieht sie mit Nachdruck und wirkt dabei erstaunlich „straff“ im Antriebsgefühl. Beim Anbremsen auf engen Kehren lässt sich das Heck schön entlasten, ohne dass es gleich chaotisch wird; die Abstimmung lädt zum präzisen Bremsdruck-Aufbauen bis zum Einlenkpunkt ein. Gegen KTM 690 SMC R und Husqvarna 701 wirkt die Ducati weniger „Traktor“, dafür deutlich sportlicher, feiner in der Rückmeldung und insgesamt mehr Premium-Asphalt-Supermoto als Alltags-Sumo. Wer Supermoto nicht nur spielen, sondern sauber fahren will, bekommt hier ein sehr ernstes Werkzeug.
NBNL Fazit
Wer ein kompromissloses Spaßgerät für Asphalt sucht, wird hier sehr schnell süchtig. Sie belohnt Drehzahl, saubere Bremspunkte und aktives Fahren, statt gemütliches Bummeln zu kaschieren. Komfort und Alltag sind klar nachrangig. Für mich ist sie die sportlichste Interpretation der Einzylinder-Supermoto-Idee im Premium-Segment.
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Meinungen im Netz
In Tests wird die 698 Mono häufig als extrem spaßorientierte Asphalt-Supermoto beschrieben, die eher zum aktiven Fahren als zum entspannten Dahingleiten motiviert. Mehrere Stimmen betonen den hochdrehenden Charakter und das geringe Schwungradgefühl: untenrum könne sie ruppiger wirken, während sie mit Drehzahl deutlich lebendiger und runder wird. Gelobt werden regelmäßig die Bremsen und die insgesamt sehr sportliche Auslegung, die auf engen, kurvigen Strecken besonders überzeugt. Auch die Elektronik gilt als starkes Argument, weil sie die typische Supermoto-Dynamik unterstützt und zugleich absichert. Kritikpunkte drehen sich je nach Bericht um Komfort und Alltagstauglichkeit: straffes Setup, wenig „Praktikabilität“ und ein Motor, der bei konstant kleiner Gasöffnung nicht immer samtig wirkt. Insgesamt entsteht im Netz das Bild eines sehr speziellen Spaßgeräts, das Fahrer belohnt, die bewusst mit Körperarbeit, Drehzahl und Lastwechseln spielen. Quellen: motorcyclenews.com; reddit.com; ducati.com.
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