Moto Guzzi Stelvio

Kategorie: Touring • Baujahr: 2024

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Moto Guzzi Stelvio

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Moto Guzzi Stelvio (2024): Der große Reise-Guzzi ist zurück

Die neue Stelvio verbindet V100-Technik mit echter Touring-Attitüde und zielt auf Fahrer, die Charakter wollen, ohne beim Tempo zu verzichten.

Wer lange Tage im Sattel liebt, bekommt hier ein Motorrad, das moderne Assistenz- und Komfortwelt mit klassischem Guzzi-Charakter zusammenbringt. Der Motor wirkt nicht nur kräftig, sondern vor allem elastisch, sodass ich auf Landstraßen oft einen Gang drinlassen kann und trotzdem Druck am Hinterrad habe. Fahrdynamisch bleibt sie in Schräglage berechenbar und beim Anbremsen stabil, was Vertrauen schafft, wenn der Asphalt mal wellig wird. Gleichzeitig ist das Paket klar straßenorientiert: Sie kann Schotter, aber ihr Sweet Spot ist das zügige Touren über Pässe und breite Nebenstraßen. Im Markt sitzt sie damit zwischen den „Vollgas“-Tourern und den ganz großen Adventure-Schiffen: weniger Show, mehr ehrliche Reiseperformance.

„The Stelvio has crisp, neutral steering and is surprisingly agile, … especially under hard braking.“

Rider Magazine – 2024 Moto Guzzi Stelvio Review | First Ride · Quelle ansehen

Technische Daten

Leistung

115PS(85 kW)

Drehmoment

105Nm

Hubraum

1.042ccm

Gewicht

246kg

Max. Drehzahl

8.700rpm

Top Speed

220km/h

Tank

21l

Verbrauch

5,1l/100km

Reichweite

412km

Preis

16.550 €

Die Balken zeigen die Einordnung jedes Werts im Vergleich zu allen Modellen derselben Kategorie.

NBNL Expertenmeinung

These im Segment: Die Stelvio ist für Tourenfahrer, die eine moderne Reiseenduro wollen, aber nicht im Einheitsbrei aus GS & Co. untergehen möchten. Auf der Straße fährt sie sich erstaunlich „rund“: In schnellen Wechselkurven kippt sie willig in die Schräglage, bleibt am Kurvenausgang stabil und gibt mir am Vorderrad ein sauberes Gefühl für Grip und Linie. Der V2 schiebt mit diesem typischen, satten Punch aus dem mittleren Drehzahlkeller, ohne ruppig zu wirken; genau da, wo ich auf Passstraßen meine Bremspunkte setze und wieder ans Gas gehe, passt das. Beim harten Anbremsen bleibt sie neutral, kein unangenehmes Aufstellmoment, ich kann sauber bis zum Scheitelpunkt hineinrollen. Gegen Ducati Multistrada V2 wirkt sie weniger „Rennsport“, gegen BMW GS weniger „System“, aber als emotionaler Langstrecken-Allrounder mit Charakter trifft sie eine sehr eigene Nische.

NBNL Fazit

Unterm Strich ist das eine Reiseenduro für Fahrer, die bewusst anders fahren und anders aussehen wollen. Sie kombiniert stabile Tourenmanieren mit überraschender Agilität und einem Motor, der im Alltag genau da drückt, wo man ihn nutzt. Kleine Kritikpunkte bleiben je nach Setup bei Schaltgefühl und Detailausstattung. Als charakterstarke Alternative zu GS, Multistrada V2 und Co. funktioniert sie sehr gut.

Meinungen im Netz

In den großen internationalen First-Ride-Tests wird die Stelvio meist als „moderne“ Moto Guzzi beschrieben: viel Stabilität bei Tempo, gleichzeitig überraschend leichtfüßig in engen Kehren, mit einem V2, der vor allem zwischen mittleren Drehzahlen angenehm kräftig und gut dosierbar zieht. Gelobt werden häufig die neutrale Fahrwerksbalance, die Brembo-Bremsen und die Langstrecken-Ergonomie samt wirksamem Windschutz, der je nach Körpergröße unterschiedlich bewertet wird. Beim Thema Schalten gehen die Eindrücke auseinander: Während manche Tester die Getriebeabstimmung und den optionalen Quickshifter als gelungen empfinden, berichten andere von einem eher groben „Klack“ und davon, dass der Quickshifter bei niedriger Drehzahl nicht immer sauber arbeitet. In Foren/Reddit tauchen zudem vereinzelt Hinweise auf typische Kinderkrankheiten (z. B. Kühlmittel-Leckagen an Schläuchen/Anschlüssen) sowie Kritik an der eher „budget“-orientierten Federbein-/Gabel-Ausstattung ohne klaren High-End-Ableger auf.

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