Ducati DesertX
Kategorie: Adventure • Baujahr: 2022
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Ducati DesertX (2022): Rally-Feeling mit V2-Punch und echter Offroad-DNA
Eine Adventure, die auf der Straße überraschend präzise einlenkt und im Gelände mehr Ernst macht, als man Ducati lange zugetraut hätte.
Man merkt sofort, dass hier nicht nur ein Adventure-Look über ein Straßenbike gestülpt wurde, sondern dass Geometrie, Räderformat und Ergonomie auf echten Offroad-Einsatz zielen. Der 937-cm³-V2 liefert 110 PS (81 kW) und 92 Nm und passt mit seinem linearen Schub gut zu dem Anspruch, auf losem Untergrund kontrolliert zu beschleunigen und auf Asphalt zügig aus Kurven zu drücken. Mit rund 210 kg und einer Höchstgeschwindigkeit um 222 km/h bleibt sie im mittleren Adventure-Segment angesiedelt, wirkt fahrdynamisch aber oft „sportlicher“ als die Zahlen vermuten lassen. Die Elektronik samt Offroad-spezifischen Modi hilft dabei, Traktion und Motorcharakter an Untergrund und Können anzupassen, ohne den Fahrer komplett zu entmündigen. Euro 5 als Abgasnorm ordnet sie klar in die aktuelle Generation ein und erklärt auch, warum sie trotz Charakter nicht mehr so „roh“ wirkt wie ältere Ducati-Zweizylinder.
„The DesertX represents all new ground for Ducati.“
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Technische Daten
Leistung
Drehmoment
Hubraum
Gewicht
Max. Drehzahl
Top Speed
Tank
Verbrauch
Reichweite
Preis
Die Balken zeigen die Einordnung jedes Werts im Vergleich zu allen Modellen derselben Kategorie.
NBNL Expertenmeinung
Agilität trotz 21-Zoll-Vorderrad, Punch aus der Mitte und dieses Gefühl von Kontrolle, wenn der Lenker in den Händen „ruhig“ bleibt: Genau so hat mich die DesertX beim ersten schnellen Wechsel aus Asphalt in Schotter abgeholt. Auf der Landstraße fährt sie sich nicht wie ein träger Reise-Dampfer, sondern eher wie eine große Sport-Enduro: sauberer Kurveneingang, stabil am Scheitel, und beim Rausbeschleunigen kommt der V2 mit kernigem Charakter, ohne dich ständig zu überfahren. Im Gelände gefällt mir, wie klar das Feedback vom Vorderrad ist, wenn man aktiv fährt und die Linie mit Blick und Gewicht setzt. Gleichzeitig bleibt sie langstreckentauglich genug, um nach den Feldwegen noch entspannt heimzurollen. Im Markt ist das die spannende Kante zwischen KTM 890 Adventure R (noch kompromissloser offroad) und Africa Twin (komfortabler, gutmütiger), nur eben mit Ducati-Würze: sportlicher, direkter, emotionaler.
NBNL Fazit
Wenn du eine Adventure suchst, die sich auf Asphalt lebendig anfühlt und im Gelände nicht nur so tut, ist das hier ein Volltreffer. Die DesertX belohnt aktives Fahren mit Präzision, Gripgefühl und einem V2, der aus der Kurve richtig schön anschiebt. Sie ist hoch, präsent und eher sportlich als sofaweich. Für mich eine der emotionalsten Optionen zwischen 890 Adventure R und Africa Twin.
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Meinungen im Netz
In vielen Tests wird die DesertX als ungewöhnlich ernsthafte Offroad-Adventure für Ducati beschrieben: Rider Magazine betont, dass sie sich im Gelände eher wie ein großes Dual-Sport-Motorrad anfühlt und leistungsmäßig in Richtung KTM 890 Adventure R, Husqvarna Norden 901 und Honda Africa Twin zielt. ([ridermagazine.com]) ADAC lobt den kultivierten Motor, die überraschend neutrale Straßen-Performance trotz 21-Zoll-Vorderrad sowie die gut dosierbaren Bremsen und den Grip der Scorpion Rally STR, weist aber auch auf die hohe Sitzhöhe hin. ([adac.de]) MCN bewertet Bremsgefühl und Verzögerung grundsätzlich sehr positiv, berichtet im Flottenbetrieb jedoch auch von einzelnen Ärgernissen wie sporadischen Elektronik-Ausfällen (temporär ohne Anzeigen/Assistenz) und Problemen wie verzogenen vorderen Bremsscheiben.
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